Past Exhibitions

 

II/2017

Room - Klaus Lehmann und Olaf Holzapfel

Klaus Lehmann (1927 in Berlin – 2016 in Erbach) erarbeitete sich um die Jahrtausendwende, im Alter von 70 Jahren, eine Freiheit, die ihn zu eigenständigen keramischen Objekten führten. Sie entzogen sich ganz dekorativen Ansprüchen und konfrontieren den Betrachter mit grosser Sprödigkeit, deren Reiz in ihrer Rätselhaftigkeit aphoristischer Konzentration liegt. Fast immer noch ein Geheimtip, bietet die Ausstellung zum ersten mal in seiner Geburtsstadt Berlin einen Überblick über sein Spätwerk. Sein Nachlass wird durch die Galerie Angelika Metzger vertreten.

Olaf Holzapfel (geb. 1969 in Görlitz, lebt und arbeitet in Berlin) zeigte zwei Installationen auf der diesjährigen Documenta 14 in Athen und Kassel.  Sein sechs Meter langes Gemälde „Lauf“ aus dem Jahre 2005 zeichnet sich aus durch eine hochkomplexe abstrakte Konstruktion: monochrome Flächen, fliessende Verläufe, massive Quader und feine Linien, schräge Linien im horizontalen und vertikalen Aufbau, Verbindungen und Brüche.

 

II/2017

Roof - Cat and Bird in Peace

mit Arbeiten von David Claerbout (von ihm stammt das titelgebende Video), Martin Creed, H.P.Feldmann, Katharina Fritsch, Francesco Gennari, Piero Golia, Beate Kuhn, Cornelius Quabeck, Wiebke Siem

Im denkmalgeschützten Dachstuhl eröffnet ein Zoo, der Gelegenheit bietet, Tiere in unterschiedlichen künstlerischen Kontexten zu bestaunen. Diese Menagerie umfasst Werke mit metaphysischen und metaphorischen Dimensionen sowie Werke mit plakativem Witz oder von emotionaler Attraktivität. 

 
 

Fotos: Holger Niehaus

 
 
 
 

Past Exhibitions

 

I/2017

Room - Sphären

Die Idee zu dieser Ausstellung kam aus drei Quellen. Der Lektüre der Sphären-Trilogie von Peter Sloterdijk, die mich seit ihrem Erscheinen immer wieder inspirierte, der Entdeckung der Arbeiten von Maria Bartuszova und Beate Kuhn und die Publikation „Architektonische Spekulationen“ von Rolf Wedewer und Thomas Kempas aus dem Jahre 1970, die mich damals als Student der Architektur begeisterte. In meiner Vorstellung flossen hier Philosophie, Kunst und Architektur zu einer utopischen Darstellung und Vision geistiger und künstlerischer Energien unserer Zeit zusammen.  
 

 
 

Fotos: Holger Niehaus

 

 
 
 

I/2017

Roof - Robert Sturm

Das Werk von Robert Sturm (geb.1935 in Bad Elster – 1994 gest. in Fulda) gehört zu den wichtigsten Manifestationen zwischen Keramik und Skulptur nach 1945. Seine keramischen Plastiken seit 1960 bedienen sich der kunstruktivistischen Abstraktion. Doch seine stark von Fragmentation und steinig-verwitterten Oberflächen geprägten Werke zeugen weniger von Aufbruch und Optimismus als von Skepsis gegenüber der „Gebrochenheit der Welt, in der wir leben“ (Sturm). Schwere, Leiden und Düsternis finden sich in Form, Oberflächen und Farben der Objekte. Später werden diese Themen durch figurative Motive wie Torso und Kopf noch verstärkt.
 

 
 

Fotos: Holger Niehaus